Vierte und letzte Etappe der Gemarkungsgrenzwanderung

Am dritten Donnerstag im Oktober um 9:00 Uhr trafen sich erneut zahlreiche Genusswanderer zur vierten Etappe der Gemarkungsgrenzwanderung rund um Neckartenzlingen. Zu Beginn wurden zwei neue Mitwanderer, Ela und Manfred herzlich in der Gruppe begrüßt.

Wie gewohnt starteten wir mit einer kleinen Gymnastikeinheit, die uns Klaus schwungvoll vortanzte. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Startpunkt unterhalb der B312-Neckarbrücke in Richtung Neckartailfingen.

Anders als bei den ersten beiden Etappen folgten wir diesmal der Gemarkungsgrenze im Uhrzeigersinn und zunächst geradlinig in Richtung Altdorf. Über einen steil ansteigenden Wiesenweg und am Waldrand entlang erreichten wir schließlich die Haarnadelkurve der Straße nach Altdorf. Hier befindet sich der erste Dreiergrenzpunkt: Neckartenzlingen – Neckartailfingen – Altdorf.

Von dort schlängelt sich die Grenze im Zickzack weiter durch den Wald bergauf. Am Wasserhaus angekommen, verläuft sie rechtwinklig am Waldrand des Reusch in Richtung Neckartenzlingen. Wir überquerten die Neckartenzlinger Straße und folgten dem Weg entlang des Scheiterhaus. Nach etwa 500 Metern in Richtung Neckartenzlingen kehrten wir um, denn hier endet die Gemarkung Altdorf.

Unser Weg führte uns zurück in Richtung Altdorf, bis die Grenze am Ende des Waldes erneut rechtwinklig am Scheiterhau abbiegt. Unterwegs konnten wir noch einige historische Grenzsteine entdecken. Um den dort eingerichteten Ruheraum für Tiere zu umgehen, mussten wir durch ein kleines Schlupfloch am Waldrand, das uns wieder auf den Waldweg führte. Dieser verläuft ungefähr entlang der Gemarkungsgrenze zu Altdorf.

Wenig später erreichten wir den zweiten Dreiergrenzpunkt: Neckartenzlingen – Altdorf – Bempflingen. Einen Grenzstein suchten wir hier allerdings vergeblich.

Weiter ging es in südwestlicher Richtung entlang des Waldweges. Bald führte die Grenze steil und auf einem kaum begehbaren Abschnitt mitten durch den Wald bergab. Diesen anspruchsvollen Teil umgingen wir über den Pfad in Richtung Albvereinsbrunnen.

Weiter unten stießen wir wieder auf die Grenze zu Neckartenzlingen. Dort hatte ein Grundstücksbesitzer mit in den Boden gerammten U-Eisen eine Barriere errichtet, die ein Durchkommen verhindern sollte. Wir fanden einen Weg daran vorbei und wanderten weiter bergab bis zum Wasserkraftwerk an der Erms beim Schliff.

Hier überquert die Gemarkungsgrenze die Erms und verläuft anschließend am Fluss entlang, vorbei am Klärwerk, weiter in Richtung Adlerparkplatz. Interessant ist dabei, dass das Gelände des Klärwerks früher zur Gemarkung Neckartenzlingen gehörte, heute jedoch Bempflingen zugeordnet ist. Am Adlerparkplatz endete schließlich unsere vierte und zugleich letzte Etappe der Gemarkungsgrenzwanderung rund um Neckartenzlingen.

Damit hatten wir unser Vorhaben erfolgreich abgeschlossen:

Die gesamte Gemarkungsgrenze von Neckartenzlingen erstreckt sich über rund 18,5 Kilometern und mit den Anlaufstrecken weit über 30 Kilometer ist nun vollständig umrundet.

Nach den zurückgelegten Kilometern und den vielfältigen Eindrücken freuten sich alle auf den wohlverdienten kulinarischen Abschluss. Mit zügigen Schritten machten wir uns auf den Weg zum Sportheim, wo bereits das traditionelle Genussessen auf uns wartete:

„Gebratene Krautspalten mit Brägale und nackede Bratwürst“.

So fand eine abwechslungsreiche Wanderreihe mit interessanten Einblicken in die Landschaft, die Geschichte und die Gemarkungsgrenzen rund um Neckartenzlingen ihren gelungenen Abschluss. Neben der Bewegung in der Natur kamen auch die Geselligkeit und der gemeinsame Genuss nicht zu kurz.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwanderer, die diese vier Etappen zu einem schönen gemeinsamen Erlebnis gemacht haben!