Etappe 2 entlang den Gemarkungsgrenzen Neckartenzlingens

Bei perfektem Wanderwetter trafen sich am Donnerstagmorgen erneut 20  Teilnehmer der `TSV Genuss-Wander-Gruppe 65+´ pünktlich um 9:00 Uhr zur zweiten Etappe entlang den Grenzen der Gemarkung Neckartenzlingens.

Das Aufwärmprogramm übernahm diesmal der Anstieg zur Rieter Steige. Oben angekommen lag der Zielpunkt der 1. Etappe unserer `Grenz-Wanderung´ und war gleichzeitig nun der offizielle Startpunkt von Etappe 2.  Die Strecke führte unter Leitung von Wanderführer Karl Mack weiter süd-westwärts entlang der Markungsgrenze zu den ehemaligen Steinbrüchen von Altenriet. Dort wurden in der Nachkriegszeit von der Familie Bernhardt noch Sandsteine abgebaut und verkauft. Die dabei entstandenen Gruben wurden später mit Abbruchmaterial aus Altenrieter Häusern wieder aufgefüllt.

Oberhalb des Schützenhauses Neckartenzlingen bogen wir rechtwinklig in Richtung Rainer Wald ab. Über die Neckartenzlinger Straße ging es im Zickzack durch den Rainer Wald, der größtenteils zur Gemarkung Neckartenzlingen-Hammetweil gehört. Am höchsten Punkt Neckartenzlingens auf 415 Höhenmetern angekommen, legten wir eine kurze Trinkpause ein und machten unser traditionelles Gemeinschaftsfoto.

Anschließend führte der Weg vorbei an den Keltengräbern, wo wir mit einer kurzen Gedenkminute an unsere Vorfahren erinnerten. Entlang des Waldrandes verläuft die Grenze hier etwa fünf Meter innerhalb des Waldes. Auch ein alter Grenzstein war dort noch zu entdecken.

Weiter ging es südwärts bis zum Dreier-Grenzpunkt `Altenriet – Walddorfhäslach – Pliezhausen´ sowie rund 150 Meter weiter zum nächsten Dreier-Grenzpunkt `Altenriet–Neckartenzlingen–Pliezhausen´. Vorbei an einer kleinen Wisentherde führte uns der Weg entlang des Merzenbaches, der zugleich die historische Grenze zwischen Nord- und Südwürttemberg markiert. Nun ging es hinab zum Schützenhaus Mittelstadt, vorbei am dritten Dreier-Grenzpunkt `Neckartenzlingen-Mittelstadt-Pliezhausen´, über die B297 bis an den Neckar.

Von der ehemaligen alten Mittelstädter Neckarbrücke verläuft die Grenze etwa 800 Meter neckarabwärts bevor sie den Fluss rechtwinklig überquert. Von dort aus konnten wir den Heimweg nach Neckartenzlingen zügig zurücklegen.

Mit einer kleinen Verspätung erreichten wir schließlich das TSV-Sportheim. Hier erwartete uns als wohlverdientes Mittagessen ein großer Teller Gaisburger Marsch.

Wiederum eine top organisierte und gelungene Wandertour mit sehr vielen Hintergrundinformationen aus Geschichte, Landschaft, Natur und der Gemarkung Neckartenzlingens!